Ausgangslage – Fachlich top und jetzt Teamleiter
Es ist ein klassisches Szenario in vielen Unternehmen: Wer fachlich exzellente Arbeit leistet, steigt auf. So standen auch bei einem Stadtwerke-Unternehmen rund zwölf Teamleiter und Obermonteure vor einer neuen Herausforderung. Sie wurden intern befördert und übernahmen die Verantwortung für Teams von bis zu acht Kollegen. Das Problem dabei: Hervorragende fachliche Expertise macht einen noch nicht automatisch zu einer versierten Führungskraft.
Die Herausforderung: Das direkte Gesicht der Organisation
Teamleiter und Obermonteure stehen an vorderster Front. Für die Mitarbeitenden sind sie das direkte Gesicht des Unternehmens. Stimmt die Führung, brennt das Team für die Aufgabe. Stimmt sie nicht, drohen Dienst nach Vorschrift oder Kündigungen. Die Herausforderung war klar: Die fachliche Expertise der Teamleiter und Obermonteure um soziale und methodische Führungskompetenzen zu erweitern. Und zwar so, dass es im stressigen Alltag auch wirklich hängenbleibt.
Der Lösungsansatz: Führung als kontinuierlicher Lernprozess
Die Umsetzung: Drei strategische Säulen statt grauer Theorie
Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wird das maßgeschneiderte Entwicklungsprogramm „Ich und wir – individuell stark, gemeinsam unschlagbar“ ins Leben gerufen. Der Ansatz bricht mit dem klassischen Seminargedanken. Um den Prozess optimal in den oft stressigen Arbeitsalltag zu integrieren, wurde ein Vorgehen aus halbtägigen Workshops gewählt, deren Schwerpunkte agil an den aktuellen „Pain Points“ der Teilnehmenden angepasst wurden.
Über einen Zeitraum von rund einem Jahr traf sich die Gruppe zu zehn kompakten Halbtages-Workshops. Begleitet von einem Erfolgstagebuch und optionalen Coachings konzentrierte sich das Programm auf drei Kernthemen:
- Selbstführung: Zeit- und Selbstmanagement, die eigene Vorbildwirkung sowie das Entwickeln hilfreicher, neuer Gewohnheiten.
- Menschen bewegen: Reflexion der eigenen Rolle, Kennenlernen von Mitarbeitertypologien zur gezielten Motivation sowie situative Führung (Anordnen, Diskutieren, Delegieren).
- Klartext reden: Aufbau einer positiven Fehlerkultur, das Führen von konstruktiven Kritikgesprächen sowie der souveräne Umgang mit Konflikten und Widerständen.
Statt Frontalvortrag gab es lebendige Experimente, heiße Diskussionen und Praxisübungen direkt aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer.
Der Mehrwert: Nachhaltiger Erfolg durch starken Rückhalt
Der Rollenwechsel ist erfolgreich gelungen. Es wurde ein gemeinsames Führungsverständnis geschaffen, das auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig stärkt. Die Führungskräfte sind nun in der Lage, schwierige Situationen souverän zu meistern und ihre Teams zielgerichtet zu motivieren. Das sichert dem Unternehmen langfristig nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern sorgt auch für ein Arbeitsklima, in dem Mitarbeitende gerne Verantwortung übernehmen. MG







